Druckstufen und Schleusen im OP-Bereich
Druckstufen und Schleusen sind ein zentraler Baustein des Hygienekonzepts im OP-Bereich. Sie führen die Luft gezielt und begrenzen den Eintrag von Keimen und Partikeln aus angrenzenden Bereichen.
Warum Druckstufen und Schleusen?
Der OP-Bereich ist gegenüber seiner Umgebung abzugrenzen. Bereits die Raumlufttechnik führt die Luft gerichtet: Vom reinen zum weniger reinen Bereich. Schleusen und Druckstufen setzen dieses Prinzip baulich um und verhindern, dass ungefilterte Luft aus Fluren oder Nebenräumen in den OP gelangt.
- Sie führen Luftströmungen gezielt vom geschützten in den weniger geschützten Bereich
- Sie begrenzen den Eintrag von Keimen und Partikeln in den OP
- Sie trennen unterschiedliche Reinheits- und Funktionsbereiche
- Sie unterstützen das Konzept des zentralen Schutzbereichs (Raumklasse Ia)
Überdruck und Luftführung
Ein zentrales Element ist der Druckunterschied zwischen OP-Raum und angrenzenden Bereichen. Bei einem leichten Überdruck im OP kann Luft nur nach außen strömen – nicht umgekehrt. So wird verhindert, dass ungefilterte Luft in den Schutzbereich eintritt.
➡️ Gerichtete Strömung
Luft strömt geordnet vom OP in angrenzende Bereiche, nicht entgegen der gewünschten Richtung.
🛡️ Barrierefunktion
Schleusen wirken als Übergangszone und reduzieren das Eindringen von Keimen beim Betreten.
🔄 Störungsfreie Funktion
Offene Türen oder Störungen können die Luftführung beeinträchtigen und sind bei der Prüfung zu berücksichtigen.
Überprüfung der Strömungsrichtungen
Im Rahmen der Qualifizierung nach DIN 1946-4 werden die Strömungsrichtungen überprüft. Bei der Raumklasse Ia erfolgt dies unter anderem mit einer visuellen Vorprüfung mittels Prüfnebel, mit der die tatsächliche Luftführung sichtbar gemacht wird.
Rüstzonen im OP-Bereich
Eine Rüstzone (Instrumentenvorbereitung) ist ein gesonderter Raum innerhalb des OP-Bereichs, in dem Instrumententische und sterile Instrumente für Operationen vorbereitet, gerichtet oder gelagert werden.
Werden Instrumente in einer Rüstzone gerichtet, müssen dort die gleichen lüftungshygienischen Bedingungen sichergestellt sein wie in der entsprechenden OP-Raumklasse (1a oder 1b), in der sie später intraoperativ eingesetzt werden. Eine Kontamination während des Rüstvorgangs gefährdet die hygienische Sicherheit im Operationssaal. Aus diesem Grund sind auch Rüstzonen regelmäßig zu qualifizieren.
Häufige Fragen zu Druckstufen und Schleusen
Warum gibt es Druckstufen und Schleusen im OP-Bereich?
Druckstufen und Schleusen dienen dazu, die Luftströmung im OP-Bereich gezielt zu führen und den Eintrag von Keimen und Partikeln aus angrenzenden Bereichen zu begrenzen. Sie sind Teil des Hygienekonzepts des OP-Bereichs.
Was bedeutet Überdruck im OP?
Ein leichter Überdruck im OP-Raum gegenüber Fluren und Nebenräumen sorgt dafür, dass Luft aus dem OP nach außen strömt und nicht umgekehrt. So wird verhindert, dass ungefilterte Luft in den Schutzbereich gelangt.
Werden Druckstufen bei der Qualifizierung geprüft?
Im Rahmen der Qualifizierung werden die Strömungsrichtungen überprüft. Bei der Raumklasse Ia erfolgt dies unter anderem mit einer visuellen Vorprüfung mittels Prüfnebel, um die tatsächliche Luftführung sichtbar zu machen.
Was ist eine Rüstzone?
Eine Rüstzone bzw. Instrumentenvorbereitung ist ein gesonderter Raum innerhalb des OP-Bereichs, in dem Instrumententische und sterile Instrumente für Operationen vorbereitet, gerichtet oder gelagert werden. Sie ist der Raumklasse I zugeordnet.
Wer prüft Druckstufen und Luftführung?
Die Prüfung erfolgt ausschließlich durch den jeweils beauftragten unabhängigen Fachbetrieb. Diese Plattform nimmt Anfragen entgegen und prüft eine mögliche Vermittlung.
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Beschreiben Sie Raumklasse und Luftführung – wir klären eine mögliche Vermittlung an einen qualifizierten Fachbetrieb.
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